Gemeinsam stark für soziale Jobs.

FC Viktoria und Krankenhaus Bethel Berlin
begeistern für Ehrenamt und Klinik-Jobs

Was haben „Soziale Berufe“ im Krankenhaus und Ehrenamt-Jobs im Breitensport gemeinsam?
Alle wissen, dass ohne sie nichts läuft, immer weniger wollen sie machen und sie werden von echt starken Typen ausgeübt. Menschen, die sich leidenschaftlich für unsere Gemeinschaft und Gesundheit einsetzen.

Klar, dass viele Führungsspieler aus den dem ersten Frauen- und Männer-Team dabei sind, wenn Klub und Klinik gemeinsam für diese Jobs begeistern wollen. Denn auch sie möchten den tausenden Ehrenamtler*innen und Gesundheitsarbeiter*innen „Danke!“ sagen.

Auf Plakaten, in Zeitungen und natürlich in den sozialen Netzwerken sind die drei Motive zu finden und werden hoffentlich weit verbreitet.


Die Servicemanager

Avelina Kühn (26) liebt die Arbeit am Operationstisch im Krankenhaus Bethel Berlin: „Das ist ein spannender Job, der volle Konzentration und ein starkes Servicedenken erfordert. Ich habe mir extra eine Klinik ausgesucht, die für Ihre Operations-Qualität über Berlin hinaus bekannt ist. Und in der es trotzdem familiär und nicht so stressig zugeht. Hier bin ich letztes Jahr von einem coolen und hochprofessionellen Team echt gut aufgenommen worden.“ Avelinas soziales Engagement geht weit über die Grenzen von Berlin hinaus: Alle zwei Jahre bekommt Sie kurzfristig für zwei Wochen am Stück frei und reist mit Chirurgen und anderen Berliner OP-Fachkräften in das indische Chalsa. Dort hilft Sie den Ärmsten der Armen. Das bewegt mich jedes Mal mehr, wenn ich sehe, wie gut es uns hier geht und wie unzufrieden viele Mitmenschen trotzdem sind.“ Avelina engagiert sich auch in der Mitarbeitervertretung ihrer Klinik, denn Sie weiß – nur gemeinsam kann man etwas bewegen und Menschen überzeugen, sich tatsächlich für einen der vielen sozialen Berufe zu entscheiden." 

 

Gerd König (67) wurde in München geboren, ist in Berlin-Lichterfelde zuhause und seit 58 Jahren mit dem FC Viktoria 1889 Berlin verheiratet. Als Mannschaftsleiter und Persönlichkeit ist er bei dem Hauptstadt-Klub unersetzlich. Verantwortliche und Spieler kamen und gingen. Er blieb immer. Gerd „Gerdchen“ König, gute Seele und Ehrenmitglied des Vereins. Wenn er über seine Arbeit für den FCV spricht, klingt er ganz ähnlich wie Avelina: „Das ist kein Job, sondern eine Berufung. Wenn ich nach zehn Jahren ehemalige Spieler wiedertreffe, drücken mich alle und fragen mich, wie es mir geht.“ „Gerdchen“ ist gemeinsam mit seiner Frau Moni Organisator, vermittelndes Element zwischen Trainern und Mannschaft, und immer mit einem offenen Ohr für die Probleme der Kicker. Es ist einer Ehre solche Ehrenamtler zu haben.

 

Die Vorbereiter

Gesundheits- und Krankenpfleger René Reimann (36) ist seit zehn Jahren eine feste Größe auf der chirurgischen Station im Krankenhaus Bethel Berlin – ruhig, hochprofessionell, absolut verlässlich für sein Team aus Pflegekräften, Therapeuten und Ärzten. Im vergangenen Jahr hat die Geschäftsführung ihn gebeten, die Stationsleitung zu übernehmen. Das hat den zurückhaltenden Hallenser zunächst gar nicht begeistert: „Ich habe mich eigentlich nie für den Vorarbeiter-Typ gehalten. Und es ist auch eine echte Herausforderung, täglich mit den unterschiedlichen Bedürfnissen im Team umzugehen. Gleichzeitig muss ich dafür sorgen, dass wir auf die verständlichen Wünschen und Sorgen unserer Patientinnen und Patienten eingehen können.“ Daneben kümmert er sich als Praxisanleiter auch noch um die Ausbildung von Pflegeschüler*innen. Mittlerweile hat er die neuen Aufgaben schätzen gelernt. Und die Klinik schätzt ihn – mehr denn je.

 

Justin Hippe (21) steht für das neue Konzept des FC Viktoria 1889 Berlin, seinen Kader auf jungen Berliner Talenten zu bauen. Und diesen Job macht der gelernte Linksaußen Hippe großartig: Seit der Saison 17/18 für den FC Viktoria 1889 Berlin auf Torejagd. Selbst stämmige Verteidiger nehmen sich vor dem laufschnellen und körperlich stabilen knapp 2-Meter-Mann in Acht, wenn er auf der linken Flanke Fahrt aufnimmt und mit seiner strammen Schusstechnik aufs Tor abzieht. Hippe weiß, dass er ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen nicht da wäre, wo er jetzt steht: „Ich erinnere mich noch an meinen Trainer in der D-Jugend beim Nordberliner SC. Der war echt super, obwohl er gar keine Lizenz hatte. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich gar nicht weiter gemacht.“ 

Die Führungskräfte

Oberarzt Ulrich Weiße hat in über 20 Jahren Chirurgie im OP wie auf den Stationen viel erlebt. „Wir entwickeln uns immer weiter, verbessern die Methoden und nutzen modernste Technik. Dabei bleibt für uns immer der Mensch im Mittelpunkt, jeder einzelne Patient stellt eine neue Herausforderung dar, dem wollen wir gerecht werden“. Dabei muß es mitunter auch mal schnell gehen, die richtigen Entscheidungen rasch getroffen und umgesetzt werden, "gut wenn dann die ganze Mannschaft  weiß worum es geht!“ Als stellvertretender Chefarzt und Hobbyfußballer weiß er, dass es für ein gutes Ergebnis am OP-Tisch wie auf dem Platz auf Teamfähigkeit ankommt. „Auf unseren Stationen und in den Operationssälen arbeiten Menschen, die von Ihrem Job überzeugt und gut ausgebildet sind und mitdenken. Nur so funktioniert´s. Wie auf dem grünen Rasen.“ Auch wenn es da nur gefühlt um Leben und Tod geht. ;-)

 

Wenn Ümit Ergirdi (35) mit seiner durchdringenden Stimme über den Platz ruft, weiß man sofort, wer hier der Kapitän ist. Wenn er anfeuert, wird das Spiel schneller, wenn er das Spiel aufbaut, kommt Ruhe rein. Die Führungskraft vom Ostpreußendamm hat sich in vielen tausend Einsatzminuten und mit zahlreichen Toren für den FC Viktoria 1889 Berlin verdient gemacht. Jetzt sieht der Jura-Student seinem Karriereende entgegen: „Jeder Spieler ist ersetzbar. Wenn ich den Klub schweren Herzens vielleicht in der nächsten Saison verlasse, wird ein anderer guter Kicker auf meine Position im zentralen Mittelfeld spielen. Bei den vielen ehrenamtlichen Trainer, Betreuer im Nachwuchsbereich oder im Blindenfußball ist das zum Beispiel anders. Wenn die nicht da wären und sich nicht immer wieder neue Ehrenamtliche für einen Einsatz bei uns entscheiden würden, dann könnten wir den Verein zumachen. Deshalb unterstütze ich die Kampagne ‚Gemeinsam stark‘ hier absolut gerne.“

Die spielmacher

Ohne Magdalena Hirsch (35) und Ihr Pflegeteam läuft auf der chirurgischen Station gar nichts. Dabei teilt die Pflege das gleiche Schicksal wie der Frauenfußball – so richtig ernst genommen wird sie nicht. Trotz komplexer Ausbildungsinhalte, regelmäßiger Fortbildungen, ganz guter Bezahlung und Allrounder-Qualitäten: Magdalena kennt sich mit Hals, Nasen, Ohren ebenso aus wie in der Inneren Medizin und jetzt der Chirurgie: „Hier auf Station ist jeder Tag anders. Ich sehe Patienten voller Energie, die gesund werden wollen, sehe Fortschritte und wie wichtig meine Arbeit ist.“ Auch wenn die Pflege kein gutes Image hat, macht Magdalena ihren Job sehr gerne. „Die Klinik ist familiär und hat zu Recht einen guten Ruf.“

 

Tatjana Fandre (26) lebt seit 20 Jahren für den Fußball. In Neukölln und Wilmersdorf entwickelte sie Technik in Mittelfeld und Sturm. Seit einigen Jahren baut sie das Spiel der Viktoria mit Routine und Übersicht auf. Auf die Bauingieneurin in der Verteidungslinie kann sich das Team verlassen. Und auch außerhalb des Trainings ist sie mit ihren Team-Kolleginnen oft unterwegs. Bis hin zu gemeinsamen Urlauben: „Wir sind ein Spitzen-Team. Da gibt es nichts zu jammern. Aber als wir in die zweite Bundesliga aufgestiegen sind, haben alle gedacht: ‚Ok. Die verdienen da richtig viel Geld.‘ Das Gegenteil ist der Fall: Egal wie hart wir trainieren und wie erfolgreich wir sind – der Frauenfußball wird kaum wahrgenommen.“ Tatjana hat einen guten Job, den sie sehr gerne macht – aber nach Fairplay klingt das wirklich nicht…

Die Leitwölfe

Martina Bader-Bednareck schlägt mit Ihrem hochprofessionellen Röntgen-Team im Krankenhaus Bethel Berlin die Brücke zwischen Hightech mit Menschlichkeit: „Nach einem Unfall kommen häufig Patienten zu uns, die schnell ein korrektes Röntgenbild benötigen. Die sind aufgeregt, wissen nicht wie schlimm die Verletzung wirklich ist. Da bringen wir in der Radiologie zum ersten Mal etwas Ruhe rein.“ Die Medizinisch-Technische Radiologieassistentin hat 21 Jahre lang in der Hallenser Uniklinik Erfahrungen gesammelt und vor mittlerweile 10 Jahren die Leitung des MTRA-Teams heir zu übernehmen. So wie die Ehrenamtler im Breitensport bereitet die Radiologie alles vor, damit Medizin, Pflege und Therapie richtig „aufspielen“ und das Match um die Patientengesundheit gewinnen können. „Das Spannende ist dabei, dass wir die Entwicklung unserer Patienten von der ersten Notsituation bis zur Wiederherstellung begleiten. An dieser verantwortungsvollen Schlüsselposition zu arbeiten macht echt Spaß.“

 

Dagmar Käpernick (58) steht für die unzähligen Eltern, ohne die der Breitensport und ganz besonders der Frauenfußball wohl nicht möglich wäre. Sie begleitet die erste Frauenmannschaft seit der D-Jugend, ist zunächst aushilfsmäßig da „rein geraten und hat es dann lieben gelernt“ die jungen Frauen durch die Regionalliga und Bundesliga zu begleiten. „Aber egal wie gut die Mädels spielen, es wird immer weniger berichtet als über die Männer.“ Aber das ist für Sie auch nur ein zusätzlicher Ansporn. Bei Wind und Wetter steht Sie im Wechsel mit einer anderen Spielerinnen-Mutter sonntags am Spielfeldrand und versorgt die Sportlerinnen mit frischen Trikots und frischer Nahrung. „Es war echt schön, dabei die Mädels aufwachsen zu sehen, zu erleben, das aus dem Team eine Art Familie geworden ist. Hier geben die großen auf die jüngeren Acht. Probleme werden direkt untereinander angesprochen. Die Mädels reden halt mehr als die Männer.“ Und es funktioniert nicht nur sozial – wie es aussieht, wird „Dagi“ in der nächsten Saison wieder Bundesliga-Trikots waschen.

Die durchstarter

Dr. Katrin Kröckel (38) steht für die gelungene „Jugendarbeit“ des Krankenhauses Bethel Berlin. Bundesliga-Klubs mit versierten Scouting-Abteilungen finden junge Fußballerinnen mit großem Potential, bauen sie auf und entwickeln sie zu Weltklasse-Spielerinnen. In findigen Kliniken ist das ganz ähnlich: Als die jetzige Oberärztin aus Aachen in die Innere Medizin am Krankenhaus Bethel Berlin wechselte, weil ihr die „Trainingsbedingungen“ in der Endoskopie-Abteilung sehr gut gefielen, bemerkten ihre Chefs gleich ihr technisches Geschick. „Ich hatte mich schon an der Uniklinik mit dem Gebiet beschäftigt und traf hier auf Ärzte und Assistenzpersonal mit großer Erfahrung in diagnostischer und interventioneller Endoskopie. Das Team und die vielfältige technischen Möglichkeiten haben mich hier überzeugt.“ Nach der Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie wurde sie von ihrer Chefärztin gebeten, eine vakante Oberarzt-Position zu besetzen. Und jetzt hofft die Klinik, dass der Transfermarkt für Dr. Kröckel langfristig geschlossen bleibt ;).

 

Dilara Türk (22) startet aus dem Halbfeld. Mit dem Ball am Fuß ist sie schwer zu stoppen, spielt die Gegnerinnen aus. Es zieht sie nach vorne – Richtung Tor. Dieses Selbstbewusstsein hat sich Dilara über Jahre antrainiert: In Lübars musste sie sich noch gegen Jungs durchsetzen, beim FC Union konnte sie Ihre Technik und Athletik weiterentwickeln und seit 2016 unterstützt sie den FC Viktoria auf dem Weg an die Spitze. In „Traumspielen“ wie dem siegreichen Halbfinale gegen Ihren alten Verein FC Union erlebt die kaufmännische Auszubildende wie stark die Frauenmannschaft als Team funktioniert und was dazu nötig ist: „Wenn man länger dabei ist, gewinnt man mehr Ruhe am Ball, bleibt in brenzligen Situationen gelassener und traut sich einfach mehr zu.“ Bleibt noch zu hoffen, dass zukünftig auch mehr zuschauen, wenn Dilara und ihre Mitspielerinnen loslegen – es lohnt sich!


Ansprechpartnerinnen für Ehrenamt und Soziale Jobs

Soziale Jobs im Krankenhaus Bethel Berlin
Heike Haase
Pflegerische Geschäftsführung
Krankenhaus Bethel Berlin

030 / 7791 2301
Heike.Haase(at)BethelNet.de

Ehrenamt beim FC Viktoria 1889 Berlin
Helen Wilking
030 / 75 44 48 98 12

Organisation(at)Viktoria-Berlin.de


Weitere Links zu Ehrenamt und Sozialen Jobs

Infos zur Pflege-, Physio- und Ergotherapieausbildung an der Wannseeschule:
http://www.wannseeschule.de/

Allgemeine Info und Entscheidungshilfen für sozialen Berufe:
www.soziale-Berufe.com

Infos zum Ehrenamt des Berliner Fußballverbands:
https://berliner-fussball.de/soziales/ehrenamt/